Was passiert mit Frauenhormonen in den Wechseljahren

Östrogenmangel

Wie der Arzt einen Östrogenmangel behandelt, hängt davon ab, was diesen verursacht hat. In den Wechseljahren kann eine sogenannte Hormonersatztherapie (HET oder HRT), bei der die Frau Hormone zuführt, um den Mangel auszugleichen, in Betracht kommen. Es gibt solche „Ersatzhormone“ in Form von Pflastern, Zäpfchen, Salben oder Tabletten. Allerdings sollte eine Hormonbehandlung nie leichtfertig erfolgen, denn die möglichen Risiken (zum Beispiel erhöhtes Risiko für Thrombosen, Herzkreislauferkrankungen und Brustkrebs – bei Behandlung über mehr als fünf Jahre) sind hoch.

Pflanzliche Mittel gegen Östrogenmangel

Deshalb kann es sich lohnen, in Absprache mit dem Arzt zu versuchen, dem Östrogenmangel auf natürliche Weise zu Leibe zu rücken. Als pflanzliche Mittel kommen beispielsweise oft zum Einsatz:

  • Mönchspfeffer. Soll das hormonelle Gleichgewicht wiederherstellen können und bei Brustspannen, Wassereinlagerungen und Verstimmungen helfen.
  • Traubensilberkerze. Führt dem Körper pflanzliches Östrogen zu und soll so die Wirkung des Hormons unterstützen.
  • Johanniskraut. Verändert nichts an der Östrogenkonzentration, kann sich aber positiv bei depressiven Verstimmungen auswirken. Achtung: schränkt eventuell die Wirkung der Anti-Baby-Pille ein.

Östrogenmangel und Lebenstil sowie Homöopathie

Ebenfalls ausprobieren können Sie bei Östrogenmangel Homöopathie. Da es viele homöopathische Mittel gibt, sollten Sie sich von einem erfahrenen Apotheker oder Heilpraktiker individuell beraten lassen, welche die passenden für Sie sind. Wissenschaftlich bewiesen ist der Erfolg von homöopathischen Arzneien allerdings nicht.

Darüber hinaus lässt sich mit dem Lebensstil einiges für mehr Wohlgefühl tun bei Östrogenmangel. Die Ernährung spielt zum Beispiel eine große Rolle. Zum einen, weil pflanzliche Östrogene, wie sie beispielsweise in Sojaprodukten stecken, helfen können, den Mangel abzufedern. Zum anderen, weil Östrogenmangel langfristig zu Osteoporose (Knochenschwund) führen kann und Sie dem durch entsprechende Nahrungsmittel (Kalzium, Vitamin D) sowie körperliche Aktivität entgegenwirken können.